Nützliche Tipps


Zurzeit ist das Thema Nummer 1 rund um den Garten der Buchsbaumzünsler, deshalb haben wir uns gedacht wir berichten einmal ausführlich über diesen Schädling und wie man ihn am besten loswird.

 

Buchsbaumzünsler

Allgemeine Informationen:

Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) ist ein aus Ostasien stammender Kleinschmetterling, der in den letzten Jahren auch verstärkt in Mitteleuropa auftritt. Dies ist durch den regen weltweiten Handel mit Pflanzen zu erklären, durch den er eingeschleppt wurde. In Vorarlberg wurde die Art erstmals 2009 entdeckt.

Jahreszeitlich als Erstes in Erscheinung tritt die bis zu 5 Zentimeter lange Raupe. Sie ist erkennbar an ihrer hell- bis dunkelgrünen Färbung mit schwarz- weiß- schwarzen Streifen, weißen Borsten und einer schwarzen Kopfkapsel.

Nach einer mehrwöchigen Wachstumsphase im Frühjahr verwandelt sich die Raupe in eine Puppe, die sich gut getarnt in dichten Gespinsten im Inneren der Pflanzen verbirgt. Das Puppenstadium dient der Verwandlung der Raupe zum erwachsenen Schmetterling. Dieser hat eine Flügelspannweite von 4 bis 5 cm. Die Flügel sind seidig weiß gefärbt mit einer breiten braunen Umrandung. Teilweise werden auch Individuen mit vollständig braunen Flügeln gefunden. Die Falter haben eine Lebenszeit von wenigen Tagen, die zur Paarung und anschließenden Eiablage durch die Weibchen genutzt wird.

In Mitteleuropa bilden die Buchsbaumzünsler zwei bis drei Generationen pro Jahr aus. Häufig tritt eine zeitliche Überlappung der Entwicklung auf, sodass auf einem befallenen Strauch alle Entwicklungsstadien zeitgleich beobachtet werden können.

 

Auftreten und Schadbild:

Der Buchsbaumzünsler verursacht in Privatgärten sowie Park- und Gartenanlagen zum Teil beträchtliche Fraßschäden bis hin zur Zerstörung ganzer Hecken. Hauptverantwortlich hierfür sind die gefräßigen Raupen, die ab März /April aktiv werden. Je länger sie ungehindert fressen können, umso größer ist der verursachte Schaden. Bei starkem Befall bleiben bei vielen Blättern nur mehr die Blattrippen übrig. Die Pflanze bekommt eine hellbeige Färbung und ist mit Spinnfäden der Raupen durchzogen. In diesen Gespinsten aber auch am Boden sind unzählige grünliche Kotkrümel zu finden.

 

 

Maßnahmen zur Abhilfe:

Vorausgeschickt werden muss, dass die Bekämpfung aufwändig ist und nur Aussicht auf Erfolg hat, wenn sie fachmännisch erfolgt. Je nach Entwicklungsphase des Buchsbaumzünslers zeigen nur gewisse Maßnahmen Wirkung. Außerdem ist regelmäßig zu beobachten, dass dem ( ohnehin schon geschwächten) Buchsbaum in den Sommermonaten ein Pilzbefall (Cylindrocladium buxicola) zusätzlich zu schaffen macht. Bei freiwilliger oder unfreiwilliger Entfernung kann die Beratung durch den Fachhandel bei der Neubepflanzung mit (möglichst heimischen) Alternativen in Anspruch genommen werden.

1.) Die Buchsbäume sollten ab März auf einen möglichen Befall kontrolliert werden. Hinweise sind Fraßspuren, Raupen und Gespinste im Blattwerk sowie Kotkrümel auf der gesamten Pflanze. Nur durch ein frühzeitiges Erkennen und Reagieren wird ein intensiver Befall verhindert.

 

2.)Bei leichtem Befall ist ein händisches Absammeln der Raupen oder Abschneiden der betroffenen Äste noch möglich. Beim Abspritzen der Pflanze mit Hochdruck müssen die abfallenden Raupen aufgesammelt werden. In jedem Fall muss das abgesammelte /befallene Material ordnungsgemäß entsorgt werden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

 

3.) Bei sehr starkem Befall ist das spritzen mit Schädlingsbekämpfungsmittel oft der einzige Ausweg. Bewährt hat sich in diesem Falle das Spritzmittel Calypso. Ist die Pflanze bereits am Absterben, hilft leider oftmals nur die gesamte Entfernung der Pflanze.

 

Ordnungsgemäße Entsorgung:

Ob nach händischem Absammeln, Herausschneiden einzelner Äste oder Entfernen der gesamten Pflanze: das tierische und pflanzliche Material muss unbedingt rasch einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt werden, bei der der Schädling durch Hitze vernichtet wird bevor die nächste Generation aktiv wird. Das bedeutet:

  • Am besten werden die Abfälle verbrannt, so können mit hoher Wahrscheinlichkeit alle Raupen und Puppen vernichtet werden.

 

  • Die Kompostierung im eigenen Garten ist keine Alternative, da sich die Raupen trotzdem weiterentwickeln und ein neuer Befall nicht ausgeschlossen ist.

 

Für weitere Fragen oder Behandlung Ihrer Buchsbäume stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.